Ich habe mir eben gerde die Erythrozytose einverleibt, bei der es zu einer abnormen Vermehrung der Erythrozyten im Blut kommt.
Das Fallbeispiel auf Seite 174 geht ungefähr so:
Ein Sportler, der für einen Wettkampf trainiert hat, kommt zum HP, um sich durchchecken zu lassen. Beschwerden hat er nicht. Der HP stellt eine Erythrozytose fest (Blutbild zeigt Ansteig der Erys, des Hb und Hämatokritwertes, außerdem liegt Zyanose der Schleimhäute im Auge und Mund). Der Heilpraktiker führt einen Aderlass von 100ml Blut durch.
In diesem Fall war die Erythrozytose aber nicht krankhaft, sondern entstand durch das harte Training des Sportlers, der nach dem Aderlass aber wieder nicht mehr so leistungsfähig war, wie zuvor. Das steht nicht so genau im Script - Dort steht nur, dass der Sportler daraufhin"zu Recht" wütend war.
Wie hätte sich der Heilpraktiker aber verhalten sollen? Was wäre richtig gewesen? Erstmal die Werte im Auge behalten? Den Patienten vor der Behandlung über das Risiko der Leistungsminderung nachher aufmerksam machen??
Auf die Dauer sind doch zu hohe Erythrozytenwerte nicht gesund - Also irgend etwas hätte er ja schon machen müssen...
Oder ist es etwa so, dass eine erhöhte Erythrozytenzahl einem derart trainierten Sportlerkörper nichts ausmacht?
Ich hoffe, ihr versteht mein Problem.
Carola
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