Zu meinem Hund:
- Bernhardiner-Berner Sennen Mix
- 5 Jahre, Kastriert, weibl.
- 2 Narkosen im Dezember 2015 (Alter: 15Monate), die sie schlecht vertragen hat (Erbrechen, Kreislaufprobleme)
Symptome in den letzten Jahren:
⁃ morgendliche Übelkeit, Nüchternerbrechen, steigerte sich in 2018 zu fast täglich!
⁃ Gras fressen, fast schon gierig
⁃ Nächtliches starkes Speicheln, Schlucken, Unruhe
⁃ ab und zu wiederkehrende ganz leicht geschwollene Augen/Tränensäcke (besonders nach Aufregung)
⁃ Plötzliches Ergrauen besonders um die Augen jetzt langsam auch Schnauze, Ohrenspitzen, ich habe das Gefühl, dass sie rapide ergraut ist
⁃ Atmung teilweise stoßförmig in Ruhe!
⁃ starkes Hecheln, Runterfahren nach Aufregung dauert lange bei ihr
⁃ Manchmal süsslicher Geruch am Kopf (in Höhe der Ohren Bzw seitlicher Kopfbereich, aber keine Milben etc!)
⁃ Als Welpe und Junghund sehr viel getrunken
⁃ Leicht reizbares Verhalten
⁃ Sehr niedrige Frusttoleranz
- reagiert schlecht bis gar nicht auf Kommandos (ignoriert sie immer mehr)
⁃ Gerötete Ohren und viel brauner Ohrenschmalz (der süßliche Geruch kam aber nicht vom Schmalz)
Veränderungen Lotte durch Umstellung auf BARF (Fütterung seit Nov.2018, davor NaturaVetal kaltgepresst, Getreidfrei)
⁃ kein Ohrenschmalz mehr
⁃ Grasfressen etwas reduziert, Nüchternerbrechen weiterhin, wenn kein Mitternachts-Snack. Wenn die Pause zwischen Abendbrot und Frühstück oder auch Frühstück und Abendbrot zu groß, dann Übelkeit, Speicheln, Erbrechen (Fütterung seit April 2019 2x täglich, mittags gibt es Kausnack, Yoghurt etc.)
⁃ Kot fest, etwas weniger
⁃ etwas weniger Wassertrinken
⁃ Glänzendes Fell
⁃ Gewichtsabnahme (optimales Gewicht), ich schiebe das auf die Futterumstellung aber schaue gerade sehr genau, ob sie zu viel abnimmt
Weiterhin ist sie aber immer sehr schnell auf 180, teilweise hysterisch und steigert sich rein, niedrige Frusttoleranz.
Frisst sehr gut und gierig und neigte eher zum Dickwerden.
Tierärzte sagen, alles in Ordnung. Der Hund sieht gesund aus. Das tut sie auch! Aber ich finde sie wirkt plötzlich „alt“
Ergänzung (17.02.19):
- Hecheln. Zwischendurch richtige Hechelanfälle. Habe ich bisher immer auf Wärme oder Stress geschoben. Was auffällt ist, dass sie sehr lange braucht, um runterzukühlen/ runterzufahren nach Aufregung/Wärme. Ich beobachte das schon sehr lange.
- Shizophrenes Verhalten/Wutanfälle/„Ausrasten“: in einem Moment ist sie ganz lieb im nächsten als wäre sie der Teufel, allerdings ohne aggressiv (in Form von Beißen) zu sein (sie bremst sich dann selbst), steigert sich aber plötzlich dermaßen rein und dreht durch, rennt alles um, knurrt und pöbelt die anderen Hunde an und ist laut. Sie rennt dann ca 1 Minute durch den Garten und ist dann auch nicht aufzuhalten. Danach fährt sie wieder runter und ist lieb. Auslöser unbekannt. Kann eine Anweisung/Verbot von mir sein. Kann aber auch ein Grashalm sein, der sie am Bauch gekitzelt hat. Ich sehe ihr das schon vorher an. Sie provoziert dann auch, in dem sie stänkert und z.B. den anderen Hunden etwas provokativ wegnimmt. Kurz danach flippt sie dann aus.
- Sehr geringe Konzentrationsfähigkeit. Sie hört dann einfach nicht mehr. Ignoriert „lockere“ Anweisungen. Geht dann einfach desinteressiert weg. Ich muss dann klarer werden, dann geht es auch und sie hört (habe das aber bisher immer auf die Rasse geschoben)
- Immer sehr nervös gewesen und und zeigt hohe Erregbarkeit. Andere Hunde (an der Leine) sind eine Katastrophe. Sie wird hysterisch und steht kurz vor dem Kippen von Frustration zu Aggression.
- Sie ist zwar sehr schnell erregbar, jedoch ist sie andererseits auch komplett tiefenentspannt (hat keine Angst vor irgendetwas, wirkt bei neuen Situationen, Lärm etc. sehr souverän und bleibt liegen. Interessiert sie einfach nicht!
Als würde sie über der Situation drüber stehen!
Im November 2018 bekam sie für 3 Tage Schmerzmittel (Previcox) wegen eines verknacksten Zehs.
Anfang 2019 Pankreatitis.
Erhöhte Nierenwerte, Urin unauffällig
Anfang März 2019 sollte Ausschlussdiät gemacht werden.
Sie hat 6 Wochen nur Pferd bekommen, und Kartoffeln.
Seit dem Pferd ständig Durchfall, wurde immer dünner, wirkte sehr unglücklich.
Das eingeschickte Blut kam nie im Labor an. Ich habe bei der nächsten Blutentnahme bereits umgestellt und eine Woche Pute gefüttert. Also waren die 6 Wochen Pferdefleischdiät leider umsonst.
Die nochmals genommenen Blutwerte April 2019 zeigten, dass die Pankreaswerte wieder gut waren
Jetzt aber waren die Leberwerte erhöht.
Kreatinin und SDMA auch. Urin unauffällig.
Momentan (Stand April/Mai 2019) bekommt sie einen abwechslungsreichen Speiseplan, allerdings keine Knochen sondern Calciumcitrat. (Vermutung, dass sie keine Knochen verträgt, da schon immer danach Erbrechen, Verstopfung/Durchfall. Ebenfals bei Ziemer und anderen Snacks!) Abends und morgens (vor dem Frühstück) bekommt sie jetzt Ulmenrinde.
Fleisch Pute, Rind (Testphase) und Fisch.
Ihr geht es ansonsten auch gut soweit! Kein Schmatzen keine Unruhe, normales Grasfressen.
Erbrechen weiterhin vorhanden, bei zu langer Futterpause.
Weitere Nahrungsergänzungen:
seit April 2019:
⁃ Brennesselsamen
⁃ Löwenzahn
⁃ Spirulina
⁃ Hagebutte
⁃ Omega 3Fischöl,
Seit 15 Mai.19
⁃ anstelle von Hagebutte „Große Klette“
Seit 14.Juni.19
⁃ bekommt sie zusätzlich Teufelskralle ins Futter.
Großes Blutbild Mitte August in der Norm, nur ALKP ganz leicht unter der Norm.
Bisher keine weiteren SD Werte genommen, es kam leider das Rattengift dazwischen.
Stand August 2019:
• Die Ausraster sind weitestgehend verschwunden. - Das übermäßige Hecheln ebenfalls.
• - Nierenwerte (sogar SDMA, Kreatinin, die die letzten Male erhöht waren) sind normal!
• Verdauung war bis zum Rattengift super- jetzt etwas sämig, immer ca. 2,5 Std nach Vit.K Gabe.
• Ohren sind sauber, riechen nicht mehr (ich lasse momentan Yoghurt, Apfel, Wassermelone, Heidelbeeren, Banane und Ei weg, da ich Verdacht habe, dass eins dieser Zutaten vielleicht nicht vertragen wird).
• Kauartikel aus Knochen/Ziemer etc.bekommt sie gar nicht mehr
• Die Gabe von Ulmenrinde habe ich ca. Anfang Juli 2019 abgebrochen, bisher kein bzw ganz selten Nüchtererbrechen mehr
Nun möchte ich ihren Körper weitestgehend unterstützen, um das Rattengift auszuleiten.
Die Tierärzte hier (Spanien) sagen, 30 Tage Vit.K reicht, wenn danach alles gut, dann nichts weiter tun. Von Bluttests im Anschluss (Gerinnung etc) war nicht die Rede.
Eine Tierärztin aus Deutschland riet mir, das Vit.K hochdosiert mindestens 6 Wochen zu geben, im Anschluss dann niedrig dosiert für weitere 6Monate. Ebenfalls soll der Hund Gewicht abnehmen, da sich das Gift im (Fett-)Gewebe absetzt. Danach kann das Gewicht wieder aufgebaut werden.
Eine Tierklinik aus Deutschland empfahl die Vit.k Gabe für 3 Wochen mit anschließenden Bluttests nach 2 und 5 Tagen (PT-/PTT- Test).
Eine Züchterin empfahl mir die dauerhafte Gabe von Vit.K ein leben lang.
Die Giftnotrufzentrale in Berlin sagte, man hätte erst einmal schauen sollen, ob überhaupt Symptome auftreten und erst dann mit der Gabe von Vit.K beginnen sollen.
Da bei einem 50Kg Hund eine vergiftete Ratte vermutlich keinen Schaden anrichtet.
Nach deren Meinung sollte ich versuchsweise das Vit.K einfach absetzen.
Jeder hat zu diesem Thema eine andere Meinung.
Ich bin bei Vit.K geblieben- heute ist Tag 12.
Dem Hund geht es soweit gut.
Der Ablauf bzgl.des Rattengifts ist im Folgenden dokumentiert:
Lotte Rattengift
⁃ Wirkstoff: Bromadiolon
⁃ Wirkung tritt laut Giftnotrufzentrale Berlin erst nach 36-48 Stunden ein
⁃ Halbwertszeit >100Tage
15.08.19
15:30 Uhr Ratte gefressen
15:45/16:00 ~45g Aktivkohle
~18:30 Abendessen und ca.5g Aktivkohle
16.08.19
12:50 Tierklinik (21Std.nach Giftaufnahme): Vit.K Spritze subkutan
~18:30 ca 14g Aktivkohle in Yoghurt
- Kot mit Rattengift gefunden (Fotos und Video vorhanden)!
17.08.19
08:15 Vit.K Gabe, Frühstück
~13:30 etwas Futter (Rind)
~ 14:00 Durchfall
16:30 Kreislaufprobleme nach dem Ruhen (49Std nach Giftaufnahme), extrem weiße Schleimhäute-> Klinik
⁃ Blutwerte in der Norm
~20:00 Abendbrot
19.08.19
~ 16:00 (Nach 96 Stunden) etwas Übelkeit (wollte raus und hat hektisch Gras gefressen, kein Erbrechen)
20.08.19
-abends etwas sämiger Stuhl
21.8.19
⁃ 7:30 Nüchternerbrechen
⁃ 8:15 Futter
⁃ 8:25 Erbrechen von Futter
⁃ 10:15 sämiger Kot mit anschließendem Schwall gelblichen Wasserstuhl
⁃ 10:20 Wässriger gelber Durchfall. Allgemeinbefinden scheint normal
Allgemein seit dem Gift/ Gabe von Vit.K nur etwas sämiger Kot 2.
Ansonsten ist ihr Allgemeinbefinden normal!