Ein Apfel zum Beispiel schmiegt sich in unsere Hand wie ein Handschmeichler und stillt dadurch emotionale Bedürfnisse. Durch seine Form und Farbgebung wird beim Anblick des Apfels auch ein ästhetisches Bedürfnis gestillt. Würde man die Inhaltsstoffe des Apfels in eine Pille pressen und den Saft in ein Glas abfüllen, hätte man zwar annähernd den selben Nährwert, jedoch bei weitem nicht das Gleiche. Da der Mensch seine schöpferisch, gestalterischen Fähigkeiten nutzt um lediglich zweckmässige Dinge herzustellen, bleiben viele Bedürfnisse ungestillt.
In Bezug auf Bedürfnisse kann Sensibilität sehr sinnvoll eingesetzt werden, da viele Menschen ihre Bedürfnisse weder wahrnehmen noch benennen können. Da allerdings Verhalten immer auch eine Ausdruck von Bedürfnissen ist, gehen viele Aktionen am Bedarf vorbei. Als Beispiel könnte hier die Ernährung herangezogen werden. Lediglich irgend etwas zu essen stillt noch lange nicht das Bedürfnis nach ausgewogener Ernährung. Entsprechende Sensibilität kann Menschen helfen ihren Nährstoffbedarf gezielt zu stillen und zu spüren, was ihnen gut tut und was nicht.
Es ist eine erschreckende Tatsache, dass viele Menschen zwar wissen welchen Kraftstoff ihr Auto braucht, allerdings mit der eigenen Ernährung überfordert sind. Auch das Arbeiten mit dem Computer fällt manchem leichter als das Arbeiten mit Menschen, da hier Feingefühl und Sensibilität unabdingbar sind.
Alles wird erst dann nützlich, wenn wir es nutzen, nutzen wir also unsere Fähigkeiten um zu leben und nutzen wir unser Leben um uns zum Wohle anderer und uns selber nützlich zu machen.
Ich freue mich schon auf den Kurs.
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(Bibelbuch Sprüche 17:27; Neue Welt Übersetzung)