Wie reagiere ich, wenn jemand mit Magenbeschwerden zu mir kommt und untersucht werden will, lehne ich die Untersuchung ab, weil es auch ein Magen-Ca sein könnte und ich Angst habe eine Fehldiagnose zu stellen. Oder jemand kommt mit Kopfschmerzen, lehne ich die Untersuchung ab, da es ja ein Tumor sein könnte.
Mit der Prüfung des HP habe ich auch Verantwortung. D.h. ich muss jeden Patienten gewissenhaft Untersuchen und gemäß dem Ergebnis oder der Vermutung behandeln oder an Fachärzte weitervermitteln.
Ein Heilpraktiker zu sein bedeutet für mich nicht nur Shiatsu oder Cranio durchzuführen.
Was ist Heilkunde? Heilkunde ist eine vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden.
Was mache ich, wenn ich mit der Frau ein Gespräch führe und sage, ich werde die Untersuchung aus meiner Verantwortung heraus nicht machen (obwohl ich dazu ausgebildet bin) aber ein Arzt ihres Vertrauens wird diese Untersuchung machen. Was mache ich, wenn die Frau nicht zum Arzt geht und Krebs hat? Habe ich dann nicht gegen die Heilkunde gearbeitet und bin ich dann nicht mit verantwortlich das der Knoten in ihrer Brust nicht entdeckt wurde?
Wäre es nicht besser, die Frau zu untersuchen und bei einem Verdacht oder bei einem unguten Gefühl zur Absicherung zum Arzt zu schicken?
Ich denke, wir werden viele Patienten später haben, die einen Ärztemarathon hinter sich haben und von uns endlich die ersehnte Diagnose wünschen. Und dafür sind wir Heilpraktiker ja bekannt. Wir arbeiten seeeeeehr Gewissenhaft und Ordentlich. Die gute Diagnosestellung und Betreuung sollte bei uns an 1. Stelle stehen. Wenn wir uns auf unsere Tätigkeit ordentlich vorbereiten und gewissenhaft uns weiterbilden, brauchen wir keine Angst haben die richtigen Diagnosen zu stellen. Sollten wir uns unsicher sein mit der Diagnose, können wir den Patienten (nach der Untersuchung) immer noch zum Arzt schicken.
Eure Steffi