Liebe Katja,
Diabetes m. ist eine Stoffwechselerkrankung, die mit einem erhöhten Glukosewert im Blut einhergeht.
Wir unterscheiden zweierlei: Diabetes m. mit absoluten und relativen Insulinmangel. Ich spreche hier von Zweiteren!
Die Glukose im Blut kann nicht mehr in die Zellen transportiert werden, da der Diabetiker
einerseits weniger Insulinrezeptoren in den Zellmembranen hat und andererseits das Pankreas verspätet Insulin ausschüttet, im Vergleich zum Gesunden.
Deshalb bleibt die Glukose im Blut und wird über den Urin ausgeschieden.
Insulin wird benötigt, um Glukose in die Zelle zu transportieren. Das Insulin „verbindet“ sich mit der Glukose, dockt an den Rezeptor an und wird eingeschleust.
Merke: Ohne Insulin und ohne Rezeptor keine Energielieferung (Glukose) in die Zellen!
Der Diabetiker hat ja gleich zwei Probleme auf einmal (und damit noch einen ganzen Haufen mehr)
zum einem fehlen die Insulinrezeptoren zum anderen das Insulin selbst, weil es die Bauchspeicheldrüse, vereinfach gesagt, Zeit versetzt liefert.
Wird nun etwas gegessen, was einen prompten Insulinanstieg benötigt, kommt das Pankreas gar nicht hinterher so schnell Insulin zu produzieren.
Nun zur Antwort auf deine Frage:
Durch die ausreichende Bewegung werden wieder vermehrt Insulinrezeptoren in den Zellmembranen gebildet!
Daher sollte der Diabetiker unbedingt zur Bewegung "angetrieben" werden. Aber KEIN Leistungssport!
Durch die regelmäßige gesunde Ernährung (Plan folgt, falls gewünscht
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) kann sich das Pankreas „erholen“.
Leider sieht die Realität oft anderes aus, wer Diabetiker in der Praxis hat, wird ein Lied davon singen können…
Bitte verstehe dies hier nur als kurzen Abriss, der hoffentlich deine Frage beantwortet hat und dich ein wenig tiefer ins Thema hat einsteigen lassen.
Viele liebe Grüße
Marlene