Du denkst völlig richtig. Allerdings besteht zwischen Lunge, rechter und linker Herzhälfte ein enger Zusammenhang, der manchmal kaum auseinanderzu halten ist.
Es ist so, dass v.a. eine Linksherzinsuffizienz zur Rechtsherzbelastung führt. Aber in gewissen Ausmaß stimmt das auch in die andere Richtung.
Eine Rechtsherzinsuffizienz führ zum Rückstau in die Venen, weiter in die Kapillaren und weiter ins arterielle System und belastet so letztendlich - bis zu einem bestimmten Grad - auch wieder das linke Herz.
Bei der Fallot Tetralogie verschärft sich zudem durch Mischblutbildung und den falschen Abgang der Aorta die Situation.
Alles zusammen führt auch zur Lungenbelastung und hier zu einer erhöhten Neigung zu Pneumonien, die ihrerseits die Lunge weiter schädigen, wodurch es wieder zur Belastung des rechten Herzens kommt ...
Da die gegenseitige Beeinflussung von Lunge und Herz so groß ist, spricht man auch oft von Herz/Lungen/Schädigungen, weil es sich um einen Circulus vitiosus (Teufelskreis) handelt - ein Faktor beeinflusst den anderen ungünstig.