Hallo "Zartes Glück",
ich habe deine Frage so verstanden, dass es dir darum ging ob der Säugling ggf. "Prüfsymptome" bekommen könne, wenn die Mutter ein Mittel nimmt (mit passenden Symptomen, die ja nicht unbedingt auf den Säugling passen müssen). Obschon Hahnemann ja bereits die Applikation zur Behandlung von Säuglingen Gaben über die Mutter empfahl (vgl. Organon §284 " Bewundernswürdig hülfreich ist die Kraft der Arzneien auf den Säugling, durch die Milch, welche die Mutter oder Amme ihm reicht. Jede Krankheit des Kindes weicht der, für dasselbe richtig gewählten, homöopathischen, von der Amme in sehr mäßigen Gaben eingenommenen Arznei und wird auf diese Art weit leichter und sicherer bei diesen neuen Erdenbürgern ausgetilgt als je in späterer Zeit geschehen könnte." Quelle:
http://www.homeoint.org/books4/organon/org280.htm#p284
Will man nun die Stillende behandeln ist grundsätzlich folgendes zu überlegen:
1. bei korrekt gewählter Arznei und Dosis, wird sich das Mittel "verbrauchen" und die verstimmte Lebenskraft unterstützen.
2. Prüfsymptome sind nur zu erwarten, wenn das Mittel mehrfach unverändert verabreicht wird (und falsch gewählt war)
Fazit: Ich würde Stillenden nicht unbedingt die Selbstmedikation empfehlen und über LM Potenzen nachdenken.
Mittel kann man in der Homöopathie nicht wirklich empfehlen, da sie ja stets individuell gewählt werden.
Einige geben homöopathische Mittel auch nach "klinischen Gesichtspunkten" - das ist ja OK, aber keine genuine Homöopathie (das sollte man sich bewusst machen) - da finden sich ja einige Mittel, die auch Erkältungssymptome führen. Um ein Mittel zu finden, das hilft, sollte nach den individuellen Symptomen gefahndet werden.