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Hier etwas ganz Interessantes! Gefragt sind vor allem die Teilnehmer, die Haut schon bearbeitet haben, aber selbstverständlich auch alle anderen denen etwas einfällt - vor allem "Neueinsteiger"!!
Dieses Bild wurde mir von einer Kursteilnehmerin überlassen mit der Frage: "Was kann das sein?" Diese Frage gebe ich nun so an Euch weiter! Was sagt Ihr der Teilnehmerin??
Schreibt auf, was Ihr für Wahrscheinlich und was für Unwahrscheinlich haltet! Gefragt sind vor allem die Neueinsteiger! Schreibt einfach auf, was Euch in den Sinn kommt, die anderen können es dann ergänzen!
Hier seht Ihr eine Hautveränderung, wie man sie häufig v.a. bei älteren Menschen findet. Beide Bilder zeigen die gleiche Hautveränderung, bei dem einen Bild handelt es sich um eine Detailaufnahme.
Was kommt alles in Betracht? Schreibt einfach drauflos. Sicher haben andere Forumsteilnehmer dann noch weitere Ideen.
Herzlich willkommen im neuen Thread "Bildrätsel". Hier findet Ihr nun immer wieder neue Bilder, die Euer diagnostisches Können schulen sollen.
Betrachtet das Bild und überlegt, welche Erkrankungen in Betracht kommen. Schreibt Eure Verdachtsdiagnosen dazu und begründet, warum Ihr diesen Verdacht hegt.
Schreibt auch dazu, welche Überlegungen Ihr noch in Eure weiteren differenzialdiagnostischen Überlegungen mit einbezieht und schreibt in diesem Fall kurz dazu, welche gezielten Fragen ihr stellen würdet.
Zum Beispiel: Bild mit Flecken
Verdachtshinweis:
- Allergie
- Kinderkrankheit, da würde ich allerdings erwarten, dass auch Fieber vorliegt, bei Masern hohes Fieber, bei Röteln nur geringes Fieber ...
Hier sollt Ihr also gezielt fragen und nicht möglichst viel (wie bei den Diagnoserätseln)
Viel Freude wünscht Euch damit Eure Isolde Richter
PS. Nochmals die dringende Bitte: schickt Fotos an die Schule!!
Es eignet sich so ziemlich alles, um den diagnostischen Blick zu schulen.
Vielen Dank liebe Petra, dass Du Dich bereit erklärt hast, dieses Rätsel zu leiten.
Ich wünsche allen Beteiligten viel Freude und viele Aha-Erlebnisse
LG Isolde Richter
Ich wende mich heute an Euch, denn ganz ehrlich, an wen denn sonst!
Wie Ihr wißt leben mein Mann und ich in Südspanien, an der Atlantikküste Andalusiens. Hier ist leider nichts so, wie woanders. Es ist eher so, als wären die Uhren hier noch 50 Jahre stehengeblieben.
Bei unserem letzten ( und seit 2001 einzigen) Aufenthalt in Deutschland im November 2009 wurde bei meinem Mann Diabetes Typ II diagnostiziert. (Ich wußte es, aber hier wollte mir ja keiner glauben...)
Seine ersten Werte lagen bei 312... Das war schon ein Schreck.
Wir erhielten ein Blutzuckermeßgerät und ein Rezept für Metformin. Mein mann soll 3 mal täglich 500 mg nehmen.
Nachdem nun die erste Packung fast leeer war, machten wir und auf den Weg zur Apotheke. Das Thema Arzt kann man hier vergessen.
Metformin 500 mg gibt es in Spanien nicht.
Die Teststreifen für das Meßgerät gibt es in Spanien nicht.
Die Lanzetten gibt es in Spanien nicht.
Über MSG habe ich jetzt Lanzetten und Teststreifen in Deutschland bestellt. Auf das Thema Porto gehe ich nicht ein. Falls sich jemand fragt: Aber was macht der Spanier der Zucker hat? Der watschelt jeden Morgen in seine Apotheke und dort wird gemessen. Das Ergebnis wird dann auf eine kleine Karteikarte notiert und verwahrt!
Metformin gibt es hier nur in 850 mg........
Ein Zerteiler für Tabletten gibt es hier auch nicht.
Was empfiehlt der HP einem Zuckerkranken?
Ich weiß Vitamin C senkt den Spiegel.
Was noch?
Wer kann uns helfen?
Ich kann hier auch keine Globuli kaufen. Wenn es da also etwas gibt, dann würde ich auch um weitere Hilfe bitten müssen, um jemanden, der mir etwas schickt.
Ich weiß, das hat so gar nichts mit unserem Studium zu tun, entschuldigt also bitte.
Übrigens, wir sind dabei Spanien wieder in richtung Deutschland zu verlassen... es wird aber noch etwas dauern!
Prüfungsprotokoll vom 14.12.2009
Gesundheitsamt Heilbronn
Prüfer: Dr. Furtwängler und HP Besitzerin ?
Prüfungsdauer: 30 min.
Pünktlich um 8.00 Uhr wurde ich von Herrn Dr. Furtwängler zur Prüfung abgeholt. Nachdem sich meine Prüfer vorstellten und mir etwas zu trinken anboten (standen Kekse, Tee und Wasser auf den Tisch), klärte mich Herr Dr. Furtwängler über den Verlauf der Prüfung auf. Er stelle mir Fragen und ich solle Ihn dann dazu erzählen was ich wüsste, er würde mir aber nicht sagen ob es richtig oder falsch ist und nur nachfragen wenn ihm etwas fehle. Die Prüfung wurde aufgezeichnet. Dann ging es auch schon los.
Thema Nr. 1 ~ Gesetzeskunde
- Was ist Heilkunde
- Alle Verbote
Bei den Verboten wurde ich nicht abgewürgt, aber es wurde nachgefragt von Herrn Dr. Furtwängler. Ich zählte bei den Verboten die „dritte DVO“ (Leichenschau\Totenschein)auf, aber der Herr Doktor meinte das kenne er gar nicht und was das sei. Das war auch schon immer ein Diskussionspunkt in meiner Lerngruppe, aber ich sagte, das sie so in meiner Literatur aufgeführt sei, das schien dann auch in Ordnung zu seinen.
Thema Nr.2 ~ Infektionskrankheiten
- Hepatitis B
Zusätzlich wollte Dr. Furtwängler auch wissen wie der Patient denn aussehe, und da ich schon die Gelbfärbung erwähnt hatte wusste ich nicht so genau was er meinte und bezog mich einfach auf den chronischen Zustand mit Aszites, Bauchglatze, Spider naevi – hier wollte er noch wissen wie der Aszites entstehe. Außerdem wollte er noch wissen was ich untersuchen könne – Leberpalpation sowie Laborwerte.
Thema Nr.3 ~ Dickdarmkarzinom
Ich erzählte von der Ätiologie sowie Klinik und Verlauf, Untersuchungsbefunde – hier kamen wir dann auf die Anämie und er wollte wissen wie es dazu käme. Ich erzählte dann von der chronischen Blutungsanämie (Eisenmangelanämie) und wie das Labor hier aussehe, dann wollte er wissen ob es auch zur Anämie kommen könne ohne eine Blutungsquelle und warum – dies bejahte ich (Tumor und Infektanämie) und erzählte dann wie das Labor im Gegensatz zur Eisenmangelanämie hier aussehe und das die Tumorzellen dafür verantwortlich seien. Schließlich wollte er noch wissen, woran die Patienten mit einem Dickdarmkarzinom versterben. Hier fiel mir dann ein, das ich noch nichts von Metastasen erzählte hatte – auch hier wollte er den genauen Metastasierungsweg wissen, sowie den Befall welcher Organe.
Thema Nr.4 ~ Praktischer Teil – Auskultation Lunge
Da mir bei der Anmeldung schon erzählt wurde dass Dr. Furtwängler (war mir ja schon aus den Protokollen bekannt) mein Prüfer sei, war ich schon darauf eingestellt dass irgendwas mit Lunge dran kommen würde. Nun machte also auch ich Bekanntschaft mit „Herrn Müller“ . Sie drückten mir ein Stethoskop in die Hand und meinten, dass ich aus hygienischen Gründen es aber nicht aufsetzen müsse – ich erwähnte dann noch, wie ich es aufsetzen würde. Die Vorgehensweise war, das „Herr Mayer“ mein Patient wäre und ich sagen sollte wie ich vorgehe, sie würde dann für mich die Puppe bewegen. Ich sagte also dass mein Raum gut durchlüftet und warm sein sollte, ich eine hygienische Händedesinfektion durchführen würde. Herr Mayer solle schon mal seinen Oberkörper freimachen und sich hinsetzten, abhusten und bei geöffneten Mund tief ein- und ausatmen. Nun ging ich wie gelernt vor und erklärte jeden Schritt, erklärte auch die möglichen Störquellen wie Schulterblätter, Brustbehaarung, Übergewicht oder große Brüste – das war´s. Zurück am Tisch sollte ich dann die physiologischen und pathologischen Auskultationsbefunde erklären. Hier kamen wir dann auf Pneumothorax und Pleuraerguss und wie ich das Differentialdiagnostisch bei der Untersuchung unterscheiden könne – hier vergaß ich doch glatt zu erwähnen das der Pneumothorax ein Notfall ist – was mir auf Nachfragen aber Gott sei Dank noch einfiel.
Nachdem ich alles aufzählte was mir dazu einfiel, wollte Dr. Furtwängler noch wissen wie man eine Harnblasenentzündung von einer Nierenentzündung unterscheide, die Anatomie des Harnapparates und wie die Harnblase bei einer Harnblasenentzündung und wie bei einer Prostatahyperplasie aussehe. Da stand ich total auf den Schlauch, und brachte dies auch zum Ausdruck und bat den Prüfer mir nochmal zu erklären wie er das meine. Zu meiner Überraschung, entschuldigte sich Herr Dr. Furtwängler und das er sich wohl besser ausdrücken müsse, und stellte seine Frage nochmal. Leider stand ich immer noch auf den Schlauch, beschloss das jetzt aber lieber für mich zu behalten und fing an, laut nach denken und zu improvisieren….. was scheinbar auch reichte.
Nach einer halben Stunde meinte Herr Dr. Furtwängler dann, dass ihm das jetzt reiche und ich kurz draußen warten solle. Nach einer kurzen Wartezeit und einem Stoßgebet zum Himmel wurde ich dann wieder reingeholt und beglückwünscht zur bestandenen Prüfung.
Meine Prüfungseindrücke:
Es war wirklich eine sehr angenehme Prüfung mit sehr netten Prüfern. Ich hatte es mir wirklich schwerer vorgestellt, aber es wurde recht oberflächlich gefragt, was man auch mit guter Vorbereitung bewältigen kann. In nachhinein finde ich da die Schriftliche viel anspruchsvoller, obwohl ich immer so einen Schiss vor der Mündlichen hatte. Viel wichtiger ist den Prüfern, das man einen Notfall, IFK oder bösartige Erkrankung in seine Überlegung mit einbezieht, das man Organübergreifend und differentialdiagnostisch denken kann. Genau dies war auch unsere Strategie beim lernen – was sich auch auszahlte (obwohl ich sogar vergaß beim Pneumothorax gleich den Notfall zu erwähnen).
So, nun freue ich mich auf schöne Feiertage ohne Lernstress und endlich wieder Zeit für Familie und Freunde zu haben. Ich wünsche allen auf ihren Weg zum Heilpraktiker viel Erfolg und Glück!